Was liegt näher, als beispielsweise Änderungen im Bauablauf, hervorgerufen aus Behinderungen, dort zu dokumentieren, wo die Bauablaufdaten als SOLL- und IST-Daten ohnehin gesammelt und systematisch ausgewertet werden, also beim Projektsteuerer. Nur: Allzu häufig genügen die Daten einer herkömmlichen Projektsteuerung nicht den Anforderungen einer Änderungsdokumentation zur Durchsetzung bzw. Abwehr von zusätzlichen Forderungen. Das heißt: Wer als Claimmanager ein klares Bild von einer Forderung aus gestörtem Bauablauf oder deren Abwehr hat, also was er wie berechtigt nachweisen will, kennt auch Art und Qualität der Daten, die es systematisch zu sammeln gilt. Hier liegt eine Schnittstelle zwischen Claimmanagement und Projektsteuerung, wenn beide Funktionen im Projekt zusammenarbeiten. Werden dagegen beide Funktionen sozusagen in einer "Person" zusammengefasst, treffen sie sich in einem Überschneidungsbereich und es lassen sich Synergien nutzbar machen.
So legen wir das Hauptaugenmerk zunächst auf eine systematische Planung und Kontrolle des Termin- und Kostenrahmens. Dies erreichen wir durch frühzeitig Klärung und Festlegung der Leistungsbeiträge der Projektbeteiligten und der Verantwortlichkeiten, durch die Koordination des Informationsflusses, durch von Persönlichkeit und Fachkompetenz geprägte Kommunikation sowie durch Einrichtung eines auf das Projekt abgestimmten Dokumentenmanagements. Eng damit verknüpft wird das Änderungsmanagement.